Archiv

Archiv für April, 2011

Mieten: MĂĽnchen bleibt teuerste Stadt Deutschlands

26. April 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Brendel

cc by wikimedia/ Brendel

Allgemein ist bekannt, dass MĂĽnchen in Sachen Wohnen nicht gerade gĂĽnstig ist. Dies scheint auch so zu bleiben, denn nach einer Umfrage zu den durchschnittlichen Mietpreisen des Immobilienportals ImmobilienScout24 fĂĽr das Jahr 2010, ist und bleibt MĂĽnchen das teuerste Pflaster Deutschlands.

Pro Quadratmeter zahlten im vergangenen Jahr die Mieter in München im Schnitt 12,64 Euro. Dies ist dreimal soviel wie die Einwohner der günstigsten deutschen Städte zahlten. Im oberfränkischen Hof und im sächsischen Plauen kostete der Quadratmeter die Mieter 4,21 Euro.

Die zweitteuerste Stadt Deutschlands, was die Mieten angeht, ist ĂĽbrigens Frankfurt am Main. Hier zahlen Einwohner fĂĽr einen Quadratmeter 10,93 Euro. Experten rechnen in diesem Bereich auch in den kommenden Jahren mit keinen allzu groĂźen Ă„nderungen.

Keine Mietminderung bei Feuchtigkeit im Keller

19. April 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Machinenjunge

cc by wikimedia/ Machinenjunge

Mit der Mietminderung ist das ja immer so eine Sache. Natürlich muss der Mieter für sein Recht einstehen und kann bei deutlichen Mängeln die Miete kürzen. Nur wann ein Mangel ein Mangel ist, sorgt in Deutschland immer wieder für Streitereien. So weist der Eigentümerverband Haus & Grund aktuell darauf hin, dass ein feuchter Keller kein Grund für eine Mietminderung ist. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Berlin hervor.

In dem aktuellen Fall war der Keller eines Mieters so feucht, dass er nach eigenen Angaben dort keine Gegenstände lagern konnte. Deshalb zahlte er weniger Miete. Der Fall landete vor Gericht, doch die Richter sahen die Sache anders und verurteilten den Mieter zu einer Nachzahlung.

Der Hauptgrund dafür war, dass er die Feuchtigkeit im Keller nicht glaubhaft belegen konnte. Um die Miete zu kürzen, müsse ein Mieter genau nachweisen, dass die Feuchtigkeit besonders stark ist. Bei Altbauten müsse man beispielsweise mit einer gewissen Nässe und Feuchtigkeit rechnen. Nur in wirklich schwerwiegenden Fällen, die zudem noch belegbar sind, kann ein feuchter Keller also ein Grund für eine Mietminderung sein.

Vermieter darf Kaution nicht fĂĽr Anwaltskosten einbehalten

12. April 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Friedrich.Kromberg

cc by wikimedia/ Friedrich.Kromberg

Wer eine neue Wohnung anmietet zahlt ĂĽblicherweise eine Kaution, die der Vermieter beispielsweise auf einem Sparbuch hinterlegt. Diese Sicherheit darf der Vemieter nach einem Streit nicht einfach fĂĽr die Kosten eines Rechtsanwalts einbehalten. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Duisburg hervor, auf das die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien des Deutschen Anwaltvereins hinweist.

In dem konkreten Fall stritten sich ein Mieter und der Vermieter um einen Wasserschaden. Der Fall landete vor Gericht und der Mieter kĂĽndigte die Wohnung und verlangte dabei die von ihm gezahlte Kaution zurĂĽck. Der Vermieter ging jedoch pauschal davon aus, dass er nach dem Verfahren die Anwaltskosten estattet bekommt. Daher behielt er einfach die Kaution komplett ein.

Die Richter des Landgerichts Duisburg sahen dies aber ganz anders: Die Mietsicherheit diene als Rücklage für eventuelle Schönheitsreparaturen, die der Mieter nicht gemacht habe, oder für Zahlungsausfälle des Mieters. Sie diene nicht dem Zweck Anwaltskosten zu begleichen. Die Kaution musste also zurückgegeben werden.

Anzahl der Haushalte wächst – Deutsche leben vor allem alleine oder zu zweit

5. April 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Ich selber

cc by wikimedia/ Ich selber

In den letzten Jahren ist die Anzahl der Haushalte in Deutschland stetig gewachsen. Dies liegt aber nicht daran, dass die Bevölkerung zunimmt, sondern eher im Gegenteil. Die Anzahl an Familien mit mindestens drei Personen, die gemeinsam in einem Haushalt leben, nimmt immer weiter ab, so dass die meisten Deutschen alleine oder zu zweit wohnen.

Dies ist ein aktuelles Ergebnis des Statistischen Bundesamts, das es vergangene Woche mitteilte. Die Experten rechnen damit, dass dieser Trend noch bis zum Jahr 2015 anhält. In den kommenden Jahren werden wir also immer mehr Haushalte bekommen, in denen jeweils weniger Menschen leben. Dies wird sich wohl auch auf die Wohnungssituation widerspiegeln, so dass das Finden der eigenen vier Wände immer schwieriger werden könnte.

2009 lebten in rund drei Vierteln aller Haushalte ein oder zwei Personen, bis zum Jahr 2030 soll dies fĂĽr vier von fĂĽnf Wohnungen gelten. Besonders stark zeichnet sich dies in den Stadtstaaten ab. Schon heute ist in Bremen, Hamburg und Berlin jeder zweite Haushalt ein Single-Haushalt.. Laut den Statistikern soll dieser Wert in den kommenden Jahren in Bremen auf 54%, in Hamburg auf 55% und in Berlin auf 58% ansteigen.

Ăśbrigens, fĂĽr alle allein lebenden Personen: Warum nicht mal wieder ein spannendes Buch lesen? Buchzusammenfassungen zu diversen Themen gibt es bei Liviato.