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Archiv für August, 2011

Verlorener Haust├╝rschl├╝ssel: Mieter m├╝ssen f├╝r Kosten aufkommen

30. August 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ DJOZU

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Seinen Haust├╝rschl├╝ssel zu verlieren ist nicht nur ├Ąrgerlich, sondern kann f├╝r Mieter auch ganz schnell teuer werden. Darauf weist aktuell die Eigent├╝mergemeinschaft Haus & Grund Deutschland in Berlin hin. Mieter m├╝ssen verlorene Haust├╝rschl├╝ssel n├Ąmlich nicht nur ersetzen, sondern in Mehrfamilienh├Ąusern meist auch f├╝r den Austausch der kompletten Schlie├čanlage zahlen.

Aufgrund eines Schl├╝sselverlusts k├Ânnen n├Ąmlich auch die Sicherheitsinteressen der ├╝brigen Bewohner beeintr├Ąchtigt sein. Wer eine private Haftpflichtversicherung hat, kann sich meist freuen, denn nicht selten deckt diese auch Schl├╝sselverlust ab. Wer eine Haftpflichtversicherung abschlie├čt, sollte also auch auf dieses Kriterium achten bzw. wer bereits eine hat, sollte seine Police daraufhin ├╝berpr├╝fen.

Einen einfachen Ersatzschl├╝ssel anfertigen zu lassen, wird nur selten akzeptiert. Dies w├Ąre zum Beispiel der Fall, wenn man nachweisen kann, dass einem der Schl├╝ssel in einen Fluss oder ins Meer gefallen ist. Wer hier den Schl├╝ssel irgendwann findet, wird ihn wohl kaum einem Haus geschweige denn einer Wohnung zuordnen k├Ânnen…

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Mietwohnung: T├╝ren nicht f├╝r Teppichboden k├╝rzen

23. August 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ danoxster

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Wer eine Wohnung anmietet, steht meist auch vor der Frage, welchen Boden er mal verlegen m├Âchte. Ist der alte Boden in Ordnung oder muss daran noch etwas gemacht werden? Wer als Mieter Teppichboden in seiner Wohnung verlegt, sollte jedoch an die T├╝ren denken, denn diese d├╝rfen nicht einfach gek├╝rzt werden um Platz f├╝r den Teppich zu machen. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Berlin-Lichtenberg hervor, auf das der Eigent├╝merverband Haus & Grund in seiner Zeitschrift ÔÇ×Das GrundeigentumÔÇť hinweist.

In dem konkreten Fall ging es um Mieter, die in ihrer neu angemieteten Wohnung Teppichboden verlegt hatten. Als sie fertig waren, stellten sie jedoch fest, dass manche T├╝ren sich nicht mehr richtig ├Âffnen lie├čen. Sie verlangten nun vom Vermieter, die T├╝ren entsprechend zu k├╝rzen. Dieser lehnte dies ab, jedoch erlaubte er ihnen die Ma├čnahme selbst durchzuf├╝hren unter der Voraussetzung, dass nach Beendigung des Mietverh├Ąltnisses der Originalzustand wieder hergestellt werden w├╝rde.

Damit waren die Mieter nicht einverstanden und zogen vor Gericht. Die Richter gaben am Ende jedoch dem Vermieter Recht. Ohne Absprache mit dem Vermieter h├Ątten Mieter kein Recht auf ungehinderte Teppichbodenverlegung. Der Zustand der Zimmert├╝ren sei absolut konform mit dem Vertrag. Es handle sich also nicht um einen Mangel.

Strom: K├╝ndigen aufgrund von langer Lieferverz├Âgerung

16. August 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ _maddin_

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Grunds├Ątzlich empfiehlt es sich regelm├Ą├čig unterschiedliche Stromangebote zu vergleichen und auch den Anbieter zu wechseln, denn so spart man sich bares Geld. Ein Wechsel ist online sehr einfach und meist innerhalb von wenigen Minuten erledigt. Doch was passiert, wenn der neue Anbieter den eigentlich angegebenen Liefertermin lange Zeit ├╝berschreitet?

Damit hat sich nun das Landgericht Berlin besch├Ąftigt, nachdem die Verbraucherzentrale Baden-W├╝rttemberg gegen einen Stromanbieter geklagt hatte. Dieser hatte in seinen Allgemeinen Gesch├Ąftsbedingungen verzeichnet, dass bei einer Lieferverz├Âgerung der Kunde erst nach sechs Monaten das Recht habe den Vertrag r├╝ckwirkend zu k├╝ndigen.

Diesen Zeitraum erkl├Ąrten die Richter f├╝r eindeutig zu lang und stellten eine Benachteiligung f├╝r den Kunden fest. Eine so lange Frist, bei der der Liefertermin um ein halbes Jahr ├╝berschritten wird, sei unzul├Ąssig und entsprechende Klauseln in den AGBs unwirksam.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Wohnformen im Alter

13. August 2011 Keine Kommentare

Im Alter, wenn das Wohnen alleine nicht mehr so problemlos und barrierefrei funktioniert, stellt sich die Frage, welche alters und gesundheitsgerechte Wohnform man f├╝r sich w├Ąhlen m├Âchte: Pflegeheim, Seniorenheim oder einen ambulanter Pflegedienst?

Der ambulante Pflegedienst betreut Senioren stundenweise t├Ąglich in der eigenen Wohnung. Der Vorteil dieser Wohnform im Alter ist, dass die vertraute Umgebung erhalten bleibt und man seine M├Âbel und Liebgewonnenes behalten kann. Auf der anderen Seite k├Ânnen sich alleinstehende, ├Ąltere Menschen in dieser Wohnform einsam f├╝hlen. Und f├╝r den Fall, dass eine Pflegebed├╝rftigkeit einsetzen oder schwerwiegender werden sollte, muss ein schneller Umzug in eine Pflegeeinrichtung im Hinterkopf behalten werden.

Das Wohnen im Seniorenwohnheim bietet vor allem alleinstehenden, kontaktfreudigen Senioren den Vorteil, nicht alleine zu sein. Hier kann man zu anderen Bewohnern Kontakt aufnehmen und es gibt die verschiedensten Freizeitangebote. Diese reichen von gemeinsamen Spielnachmittagen ├╝ber gemeinsames Kochen oder Backen, Musikabende, Stammtische, Seniorengymnastik bis hin zu Ausfl├╝gen und ├Ąhnlichem.
Ein weiterer Vorteil ist, dass im Falle einer schweren Pflegebed├╝rftigkeit die Bewohner oft im Hause bleiben k├Ânnen und damit ein erneuter Umgebungswechsel nicht n├Âtig ist.
Nachteil vom Wohnen im Seniorenwohnheim ist, dass je nach Preisklasse, dem Senioren nur ein sehr begrenzter eigener Raum zur Verf├╝gung steht. Die Zimmer, in die man sich zur├╝ckziehen und in denen man seine eigenen Besitzt├╝mer aufbewahren kann, sind meist sehr klein. F├╝r Senioren, die gerne alleine sind, ist diese Wohnform nicht besonders empfehlenswert. Diese sollten, solange es ihnen m├Âglich ist, in den eigenen vier W├Ąnden bleiben.

Das Pflegeheim ist bei Schwersterkrankten eine Option, um eine umfassende Versorgung rund um die Uhr zu gew├Ąhrleisten. Leider werden hier h├Ąufig nur Mehrbettzimmer angeboten und die Lebensumst├Ąnde sind institutionalisiert. Pers├Ânliche Ansprache und Kontakte sind selten, da das Personal oft wechselt.

Letztendlich muss die Entscheidung, wie ein ├Ąlterer Mensch wohnen m├Âchte, von diesem selbst getroffen werden. Deshalb sollte man sich fr├╝hzeitig mit den verschiedenen Wohnformen auseinandersetzen und seine W├╝nsche gegen├╝ber den Verwandten formulieren. Liegt erst eine schwere Erkrankung vor, ist es f├╝r eigene Entscheidungen meist zu sp├Ąt und man muss sich auf die Entscheidung der Familienmitglieder verlassen. Da ist es gut, wenn diese die Planung kennen und darauf eingehen k├Ânnen.

Urteil: Rolll├Ąden d├╝rfen auch in der Nachtruhe heruntergelassen werden

9. August 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ cyberuly

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Streitereien zwischen Nachbarn sind in Deutschland an der Tagesordnung, wobei manche von ihnen fast schon in Kleinkriege ausarten. Haben einige Einw├Ąnde ihre Berechtigung, fragt man sich bei anderen manchmal, wie aus Nichtigkeiten solch gro├čes Get├Âse entstehen kann. Am Ende m├╝ssen hier meist die Richter ein Machtwort sprechen, wie auch in einem Fall am Amtsgericht D├╝sseldorf, auf den der Deutsche Mieterbund hinweist.

In dem konkreten Fall ging es um einen Nachbarn, der es f├╝r unzumutbar hielt, dass die umliegenden Mieter nach 22 Uhr ihre Rolll├Ąden bet├Ątigten. Zwischen 22 und 6 Uhr herrsche Nachtruhe. Zudem w├╝rde sein Kind jedes Mal aufwachen und habe dann wieder Probleme beim Einschlafen.

Die Richter sahen dies jedoch anders: Auch wenn Rolll├Ąden nat├╝rlich laut seien, geh├Âre deren Bet├Ątigung zum normalen Gebrauch der Wohnung. Zudem liege es in der Natur der Sache, dass Rolll├Ąden besonders zur Nachtzeit und dann eben auch nach 22 Uhr benutzt werden. Mietern in einer Wohnung k├Ânne nicht vorgeschrieben werden, um welche Uhrzeit sie ihre R├Ąume abzudunkeln haben.