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Archiv für Mai, 2012

Aquarium und Wasserbett: Was ist in Mietwohnungen zu beachten?

25. Mai 2012 Keine Kommentare

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Aquarien sind immer noch ein gern gesehenes Accessoire in Deutschlands Wohnzimmern. Wo die kleineren Aquarien bis 200 Liter noch als eher unproblematisch einzustufen sind, stellen den Aquarianer Becken ab 200- bis ĂŒber 1200 Liter nicht nur vor statische Probleme, auch der Vermieter könnte unter UmstĂ€nden das ein oder andere Problem mit dem liebgewonnen Hobby haben. Ähnlich verhĂ€lt es sich mit Wasserbetten, die im Falle eines Bruchs der Wasserkammer erhebliche SchĂ€den, nicht nur in der eigenen Wohnung, verursachen.

Egal ob Aquarium oder Wasserbetten, der Wasserinhalt solcher EinrichtungsgegenstĂ€nde ist oft erheblich. Besonders gefĂ€hrlich wird es dann, wenn man die enorme Belastung fĂŒr den Deckenboden nicht genauestens kalkuliert. Aquarien bis 200 Liter Beckeninhalt sollten problemlos in jeder Wohnung aufgestellt werden können. Bei allem, was darĂŒber hinausgeht, sollte man sich schon genaue Informationen ĂŒber die Statik des GebĂ€udes einholen. Konkret stellt sich hier die Frage, aus welchem Material der Deckenboden, auf den das Aquarium oder auch Wasserbetten gestellt werden sollen, gefertigt wurde. Eine Holzdecke beispielsweise ist lang nicht so tragfĂ€hig wie eine massive Betondecke. Hierbei ist zu beachten, dass ein 300 Liter Aquarium die Bodendecke allein durch den Wasserinhalt mit 300 kg Gewicht belastet. Und das auf einer verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kleinen FlĂ€che. Hinzu kommen das Leergewicht des Aquariums und eventuell EinrichtungsgegenstĂ€nde, sodass sehr leicht ein Gewicht von 500 Kilogramm erreicht wird. Im Zweifelsfall empfiehlt sich stets die Rekrutierung eines Statikers, insbesondere bei BeckengrĂ¶ĂŸen jenseits der 600 Liter. Auch Wasserbetten beinhalten in der Regel ein Volumen von 500 Litern und mehr, auch hier ist im Zweifelsfall ein Statiker mit der Begutachtung zu betrauen.

Bei den gerade erwĂ€hnten Literzahlen fĂŒhrt ein Defekt, sowohl beim Aquarium, als auch beim Wasserbett, zu erheblichen SchĂ€den der Wohnung und zu gewaltigem Ärger mit dem Vermieter. Als Faustregel gilt zwar, Aquarien bis 200 Liter sind nicht zwangslĂ€ufig meldepflichtig, Sie sollten dem Vermieter jedoch aus FairnessgrĂŒnden im Vorfeld mitgeteilt werden, beziehungsweise eine Erlaubnis dafĂŒr einholen. Eventuelle SchĂ€den am Aquarium oder am Wasserbett sollten mit einem ZUSATZ in der Hausrat bzw. Haftpflichtversicherung versichert werden. Viele Versicherungen bieten diesen Service bereits fĂŒr wenig Geld zusĂ€tzlich an. Bei einigen Versicherungen ist ein Aquarium auch automatisch mit abgesichert, so lange wie es der Versicherung gemeldet wurde. Sollte tatsĂ€chlich ein Wasserschaden durch derartige EinrichtungsgegenstĂ€nde hervorgerufen werden, so ist der Mieter alleine fĂŒr die Beseitigung dieser SchĂ€den verantwortlich, und dies kann schnell sehr teuer werden.

Die ersten eigenen vier WĂ€nde

15. Mai 2012 1 Kommentar

SchlĂŒssel - Public Domain Image/Paolo Neo

Im Kindesalter scheint alles einfach. Man hat ein gemĂŒtliche Zimmer bei den Eltern und immer ist fĂŒr alles gesorgt. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, mit dem man dem „Erwachsen sein“ einen großen Schritt nĂ€her kommt: die ersten eigenen vier WĂ€nde.

Traute Zweisamkeit im neuen GlĂŒck
Neben dem Studium beziehungsweise der Ausbildung ist das LiebesglĂŒck der hĂ€ufigste Grund fĂŒr junge Leute sich von dem idyllischen Elternhaus zu trennen. Der Vorteil hierbei ist, dass der finanzielle Spielraum zu zweit meist um einiges grĂ¶ĂŸer ist als wenn man allein eine schöne Wohnung finanzieren muss. Die UnterstĂŒtzung des anderen beflĂŒgelt auch oft die eigenen Vorstellungen in Bezug auf Einrichtung und Ausstattung. Deshalb ist es wichtig vorher genau zu planen, welche finanziellen Möglichkeiten zur VerfĂŒgung stehen, um am Ende nicht von den Kosten eines Umzugs oder gar den Mietkosten ĂŒberrascht zu werden.

Überblick verschaffen
Zuerst einmal sollte man sich einen genauen Überblick verschaffen: Welche Möbel kann ich aus meinem Kinderzimmer mitnehmen? Kann ich diese vielleicht durch einfache Maßnahmen verschönern und „erwachsen“ machen? So kann ein einfacher unlackierter Ikea-Spiegel beispielsweise durch Goldlack aus dem Baumarkt aufgewertet werden. Das alte Kinderbett kann mit einer schönen Tagesdecke und neuen Kissen erstmal als Sofa verwendet werden bis genĂŒgend Geld da ist, um sich ein richtiges neues Sofa zu kaufen. – Mit ein wenig KreativitĂ€t kann viel Geld gespart werden. Und das Schöne daran: Die Wohnungseinrichtung wird auf jeden Fall individuell.

Wichtig ist außerdem das eigene Verhalten beim Strom- und Wasserverbrauch zu ĂŒberblicken. Das hilft bei der Planung der laufenden Kosten. Alternativ bieten sich aber auch die Ratgeber unter http://ratgeber.immowelt.de an. Generell wird anfangs eine Nebenkostenpauschale bei jeder Wohnung angesetzt. Jedoch kann es vorkommen, dass diese nicht richtig kalkuliert ist und am Ende des Jahres saftige Nachzahlungen fĂ€llig werden. Das Bilden von RĂŒcklagen ist daher sehr empfehlenswert, um bei der jĂ€hrlichen Abrechnung keine Geldsorgen zu bekommen.

Auf die GrĂ¶ĂŸe kommt es an
Die Miete setzt sich aus Quadratmeteranzahl der Wohnung abzĂŒglich eventueller EinschrĂ€nkungen durch DachschrĂ€gen zusammen. Deshalb kann als Faustregel gelten: Je grĂ¶ĂŸer die Wohnung, desto höher der Mietpreis, desto höher die Nebenkosten. Des Weiteren spielt die Region eine wichtige Rolle fĂŒr den Mietpreis. Der Mietpreis pro Quadratmeter ist von Region zu Region, ob lĂ€ndliche Lage oder Stadt, unterschiedlich. In der Regel sind die Mieten in der Stadt höher, aufgrund der besseren Infrastruktur und der höheren Nachfrage. Deshalb sollte sich jeder Wohnraumsuchende merken, dass die Wohnung bei schmalerem Budget auch in der Quadratmeterzahl kleiner ausfallen könnte, als eventuell außerhalb der City. Gerade wer eine bezahlbare Wohnung in einer Metropole wie MĂŒnchen sucht, sollte sich diesen Umstand vor Augen halten.

Individuell aber bezahlbar
Selbst wenn die Wohnung keine luxuriöse Ausstattung mit sich bringt, kann jede Wohnung ihren eigenen Charme besitzen, sei es durch eine individuelle Wandgestaltung oder die ersten eigenen MöbelstĂŒcken, abgestimmt auf den eigenen Geschmack und Geldbeutel. Die erste eigene Wohnung ist immer etwas Besonderes, an die man sich ein Leben lang erinnern wird.

Hand- oder Standbohrmaschine?

7. Mai 2012 Keine Kommentare

BohraufsÀtze - fotopedia/ Velo Steve

Bohrer sind Ă€ußerst nĂŒtzliche Werkzeuge, ohne die ein vernĂŒnftiges Arbeiten weder fĂŒr den Hobbyhandwerker noch fĂŒr den professionellen Handwerker möglich wĂ€re. Dabei werden Bohrer nicht nur bei handwerklicher Arbeit benötigt, etwa beim Schreinern oder beim Fliesen, auch in der Medizin sind sie unverzichtbare Werkzeuge, beim Juwelier und Uhrmacher, oder wenn man nach ErdwĂ€rme Löcher in den Boden bohren muss, die bis zu zwei Kilometer tief sind. Aber auch bei der Suche nach Öl sind Bohrer unverzichtbar, die bis zu vier Kilometer in den Boden bohren und auch um die Ecke gefĂŒhrt werden können.

Bohrer gibt es in allen möglichen Varianten und GrĂ¶ĂŸen. Dies reicht von batteriebetriebenen Minibohrern, die so kompakt sind, dass sie kleiner sind als ein Fingernagel, mit einem Bohrkopf, der gerade einmal den Durchmesser eines menschlichen Haares hat. Eingesetzt werden diese Hightechbohrer zum Beispiel in der Chirurgie, wo sie durch Stethoskope in den Körper eingefĂŒhrt werden. Aber es gibt auch riesige, mehrere Stockwerke große, hunderte Tonnen wiegenden Monsterbohrer, die bei der Suche nach Erdöl eingesetzt werden und mit Bohrköpfen in den Boden bohren, die bis zu einem halben Meter Durchmesser haben können. Allen Bohrern gemein ist jedoch, dass man sie entweder so kompakt und leicht gestaltet, dass sie in die Hand genommen werden können und mobil bewegt werden können, oder man gestaltet sie mehr oder minder statisch und fixiert sie an einen Ort, so dass das betreffende Objekt zu dem Bohrer gebracht werden muss. Beides hat Vor- und Nachteile, wie kurz erlĂ€utert werden soll. Dabei richtet sich das Augenmerk trotz der universellen Einsatzmöglichkeit von Bohren primĂ€r auf das Gebiet Handwerk.

Mobile Handbohrer fĂŒr das Handwerk gibt es in vielfĂ€ltigen AusfĂŒhrungen. Sie können relativ klein ausfallen und mit einem Akku betrieben werden, was den Vorteil hat, dass die kompakte und leichte AusfĂŒhrung ohne zusĂ€tzliche Kabel ein ermĂŒdungsfreies Arbeiten auch auf kleinem Raum möglich macht. Sie sind ideal fĂŒr das Zusammenschrauben von Möbeln oder fĂŒr Bohrungen in leichtes Material wie Holz. Daneben ist die elektrisch betriebene Bohrmaschine, die an das lokale Stromnetz angeschlossen wird, ebenfalls gebrĂ€uchlich. In der Regel verfĂŒgt sie ĂŒber einen stĂ€rkeren Antrieb als ein Akkubohrer, weswegen man mit ihr in hĂ€rteres Material wie zum Beispiel Beton oder Granit bohren kann. Zudem kann man mit ihr unbegrenzt Arbeiten und muss nicht permanent einen Akku nachladen. Gewöhnlich ist solch eine elektrische Bohrmaschine jedoch auch schwerer und unhandlicher als ein Akkubohrer, weswegen die Arbeit nicht so leicht und ermĂŒdungsfrei zu erledigen ist. Des Weiteren gibt es auch PrĂ€zisionshandbohrer, auch Dremel genannt, die sehr klein und leicht sind, ĂŒber einen sehr prĂ€zisen Lauf verfĂŒgen und eine hohe Drehzahl haben. Mit diesen PrĂ€zisionsgerĂ€ten kann man nicht nur bohren, sondern auch schleifen und polieren. Auf Grund der GrĂ¶ĂŸe sind jedoch nur kleinere, nicht sonderlich tiefe Bohrlöcher möglich. Neben elektrischen Handbohrern werden auf dem Markt auch Handbohrer angeboten, die mittels Druckluft betrieben werden. Diese sind jedoch i.d.R. relativ teuer und bieten fĂŒr den alltĂ€glichen Gebrauch keine Vorteile. Sie werden dort eingesetzt, wo man die Verwendung von Strom vermeiden sollte, etwa bei Arbeiten an Gasleitungen.

Standbohrmaschinen gibt es in verschiedenen AusfĂŒhrungen. Es gibt Vorrichtungen, in die man eine Handbohrmaschine reinstecken kann, so dass man eine Art von Standbohrmaschine erhĂ€lt. Des Weiteren werden im Baumarkt bereits relativ gĂŒnstig Standbohrmaschinen angeboten, die fĂŒr den Hobbyhandwerker ausreichend sind. In der Industrie werden große, schwere Standbohrmaschinen eingesetzt, die ĂŒber einen hochprĂ€zisen Lauf verfĂŒgen, der eine Abweichung von einem tausendstel Millimeter ermöglicht, zugleich aber auch große Löcher durch schweres, hartes Material wie Granit bohren kann. Womit auch der generelle Vorteil von Standbohrmaschinen erwĂ€hnt ist, die PrĂ€zision ihrer Bohrungen. Da beim Bohrvorgang sowohl der Bohrstab wie auch das Objekt, welches bearbeitet wird, fixiert ist, werden die Löcher exakt und ohne nennenswertes Spiel gebohrt. Je nach QualitĂ€t des Standbohrers liegen die Bohrungen bis zu hundert Prozent im Lot. Diese Exaktheit kann mit einer Handbohrmaschine, die von einer menschlichen Hand gefĂŒhrt wird und bis zu einem gewissen Grad nach Augenmaß angesetzt wird, nicht erreicht werden. Der große Vorteil einer Handbohrmaschine ist die MobilitĂ€t, sie ist dort einsetzbar, wo sie benötigt wird, und man muss i.d.R. keine umfangreichen Gestelle aufbauen, um sie benutzen zu können. Der Nachteil ist eine nicht ganz exakte AusfĂŒhrung.