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Die neuen Euroscheine kommen

Werbung für den Euro als Zahlungsmittel? Die Europäische Zentralbank schaltet derzeit unterschiedliche Werbevideos und bewirbt somit den neuen 5 Euro-Geldschein. Ein wenig erstaunlich ist, dass die Werbevideos erst nach der offiziellen Einführung des neuen „Schein-Designs“ bekannt werden. Auf den öffentlich rechtlichen Sendern laufen sie derzeit noch nicht. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass die Videos in den nächsten Wochen über die Bildschirme der deutschen Fernseher flimmern werden.


Was will die EZB mit den neuen Videos bezwecken? Die Einführung der neuen Banknote wird zum Anlass genommen, auf die Sicherheitsmerkmale der Banknoten aufmerksam zu machen. Viel geändert hat sich nicht: Lediglich der sogenannte Reliefstreifen an der linken Seite des neuen 5 Euro-Scheins unterscheidet die neue Version der Banknote in puncto Sicherhitsmerkmal von der bisher bekannten. Das Wasserzeichen, das sichtbar wird, wenn man die Banknote gegen das Licht hält, ist unverändert geblieben. Auch der im Innern des Scheins verarbeitete Streifen, der die Ziffer des Banknotenwertes anzeigt, ist nach wie vor vorhanden. In den Kampagnen der EZB kommt dieses Sicherheitsmerkmal nicht zur Sprache. Der Silberstreifen, der das Hologramm des 5 Euro-Geldscheins zeigt, ist in seinem Prinzip unverändert Geblieben. Auch bei den anderen Banknoten, d.h. den 10er und 20er-Geldscheinen ist dieser Streifen auf der rechten Seite der Banknote vorhanden. Die höher wertigen Banknoten verfügen über keinen Streifen. Bei ihnen ist lediglich ein punktueller Bereich der Banknote mit einem Sicherheitsmerkmal, das auf den Lichteinfallswinkel reagiert, ausgestattet. Das Hologramm auf dem Silberstreifen ist übrigens ebenfalls identisch geblieben. Auch schon auf der alten 5er-Banknote war der bekannte Torbogen aus der Antike zu sehen. Wer die neue Banknote in den Händen hält, wird feststellen, dass sich das Material des Geldscheins hochwertiger anfühlt als das der alten Banknoten. Die neue Banknote soll in der alltäglichen Praxis widerstandfähiger sein. Es handelt sich um diejenige Banknote, die am häufigsten für elektronische Zahlungsdienste genutzt wird. Zurzeit müssen viele Automaten noch umgestellt werden, weil sie die neue Banknote noch nicht erkennen. In wenigen Wochen dürfte diese Problematik jedoch überall behoben sein.

Das Video zeigt eine Kundin im TV-Geschäft, die scheinbar den Flat-Screen mit einer 5 Euro-Banknote verwechselt und den Bildschirm gegen das Licht kippt. Somit dürfte die Kundin wohl vergebens nach dem vermeintlichen Wasserzeichen gesucht haben. Mit ein wenig Spaß und Ironie soll hier also die Aufmerksamkeit des Zuschauers geweckt werden. Bestenfalls soll er dafür sensibel gemacht werden, dass zurückgegebene Banknoten zumindest grob auf die vorhandenen Sicherheitsmerkmale zu prüfen sind. Somit kann ein jeder seinen Beitrag dazu tun, dass Betrügern und Fälschern keine Chance gegeben wird.

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