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Vor- und Nachteile der verschiedenen Wohnformen im Alter

13. August 2011 Keine Kommentare

Im Alter, wenn das Wohnen alleine nicht mehr so problemlos und barrierefrei funktioniert, stellt sich die Frage, welche alters und gesundheitsgerechte Wohnform man für sich wählen möchte: Pflegeheim, Seniorenheim oder einen ambulanter Pflegedienst?

Der ambulante Pflegedienst betreut Senioren stundenweise täglich in der eigenen Wohnung. Der Vorteil dieser Wohnform im Alter ist, dass die vertraute Umgebung erhalten bleibt und man seine Möbel und Liebgewonnenes behalten kann. Auf der anderen Seite können sich alleinstehende, ältere Menschen in dieser Wohnform einsam fühlen. Und für den Fall, dass eine Pflegebedürftigkeit einsetzen oder schwerwiegender werden sollte, muss ein schneller Umzug in eine Pflegeeinrichtung im Hinterkopf behalten werden.

Das Wohnen im Seniorenwohnheim bietet vor allem alleinstehenden, kontaktfreudigen Senioren den Vorteil, nicht alleine zu sein. Hier kann man zu anderen Bewohnern Kontakt aufnehmen und es gibt die verschiedensten Freizeitangebote. Diese reichen von gemeinsamen Spielnachmittagen über gemeinsames Kochen oder Backen, Musikabende, Stammtische, Seniorengymnastik bis hin zu Ausflügen und ähnlichem.
Ein weiterer Vorteil ist, dass im Falle einer schweren Pflegebedürftigkeit die Bewohner oft im Hause bleiben können und damit ein erneuter Umgebungswechsel nicht nötig ist.
Nachteil vom Wohnen im Seniorenwohnheim ist, dass je nach Preisklasse, dem Senioren nur ein sehr begrenzter eigener Raum zur Verfügung steht. Die Zimmer, in die man sich zurückziehen und in denen man seine eigenen Besitztümer aufbewahren kann, sind meist sehr klein. Für Senioren, die gerne alleine sind, ist diese Wohnform nicht besonders empfehlenswert. Diese sollten, solange es ihnen möglich ist, in den eigenen vier Wänden bleiben.

Das Pflegeheim ist bei Schwersterkrankten eine Option, um eine umfassende Versorgung rund um die Uhr zu gewährleisten. Leider werden hier häufig nur Mehrbettzimmer angeboten und die Lebensumstände sind institutionalisiert. Persönliche Ansprache und Kontakte sind selten, da das Personal oft wechselt.

Letztendlich muss die Entscheidung, wie ein älterer Mensch wohnen möchte, von diesem selbst getroffen werden. Deshalb sollte man sich frühzeitig mit den verschiedenen Wohnformen auseinandersetzen und seine Wünsche gegenüber den Verwandten formulieren. Liegt erst eine schwere Erkrankung vor, ist es für eigene Entscheidungen meist zu spät und man muss sich auf die Entscheidung der Familienmitglieder verlassen. Da ist es gut, wenn diese die Planung kennen und darauf eingehen können.