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Immobilien in Hamburg teuer wie nie

22. Oktober 2012 Keine Kommentare

Eigentlich sollte man meinen dass Häuser nur dann begehrt sind, wenn die Bevölkerung wächst. Doch trotz der insgesamt abnehmenden Bevölkerungszahl in Deutschland, wird Wohnraum in vielen Städten immer knapper. Auch die Hansemetropole Hamburg bildet hier keine Ausnahme, wie in jüngster Zeit erneut bewiesen wurde. Immobilien zum Kauf in Hamburg sind relativ rar und stoßen auf eine sehr hohe Nachfrage.

Ob Wandsbek oder Rahlstedt: Wohnungen sind gesucht, GrundstĂĽcke ebenso
Die Nachfrage nach Immobilien steigt dabei nicht nur direkt in Hamburg, sondern auch im Umland der Metropole an der Elbe. Der größte Anstieg der GrĂĽndstĂĽckspreise wird – nach Erkenntnissen des Immobilienatlasses der LBS – in Ahrensburg, sowie bei Wohnungen in Bad Oldesloe erzielt. Hier liegen die Preise pro Quadratmeter bei 2.000 Euro, wobei die Tendenz eher steigend als fallend ist. Nur knapp die Hälfte, nämlich 918 Euro pro Quadratmeter, kosten nach diesen Erhebungen Wohnungen im Raum Heide. Dieses Gefälle wird sich in Zukunft wohl eher ausgleichen, wenn man bedenkt dass die Wohnungen noch erheblich teurer werden.
Innerhalb der letzten drei Jahre wurde im Raum Ahrensburg mit 23 Prozent Preissteigerung pro Quadratmeter die größte Steigerung gemessen, wie Portale wie http://www.nestoria.de/ bestätigen. Der Quadratmeter kostet hier genau 2.342 Euro. Noch schlimmer sind die Preissteigerungen für Eigentumswohnungen: Hier lagen die Steigerungen im Durchschnitt um die 20 Prozent, wobei die Steigerung mit 26,8 Prozent in Bad Oldesloe am Stärksten war.
Diese Zahlen zeigen auf, dass der Hamburger Immobilienmarkt momentan am Boomen ist. Gerade Wohnraum ist in der Hansemetropole so stark gefragt wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Starke Nachfrage tatsächlich existent
Wer nach dem Platzen der amerikanischen Immobilienblase, die letztendlich zur Finanzkrise 2009 gefĂĽhrt hat, eine solche Blase jetzt auch an der Elbe erwartet, der irrt. Der Vorstandsvorsitzende der LBS, Herr Peter Mangel, betonte, der Immobilienmarkt sei „meilenweit von irgendeiner Blase entfernt“. Die Nachfrage nach Wohnungen sei nicht durch Spekulanten hochgetrieben worden, sondern durch tatsächlichen Bedarf nach Wohnraum. Infolgedessen sei auch ein „Platzen“ nicht zu erwarten, die Steigerung der Immobilienpreise beruhe auf tatsächlichem Bedarf. Gerade fĂĽr den Bereich der Hamburger Randbezirke wird auch fĂĽr die nächsten Jahre ein stark steigender Bedarf an Wohnungen, ausgelöst durch groĂźen Bevölkerungszuwachs erwartet.