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Artikel Tagged ‘Mieter’

Ausgesperrt und doch nicht hilflos

28. Juni 2013 Keine Kommentare
cc by wikimedia / Linuxerist

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Nicht nur ├Ąlteren Menschen ergeht es manchmal so, dass sie sich aus Versehen aus der eigenen Wohnung aussperren. Wer in Eile oder gedankenverloren einfach die Wohnungst├╝r zuschl├Ągt, der kann durchaus seinen Schl├╝ssel im Inneren vergessen. Diese Situation ist umso ├Ąrgerlicher, wenn man keinen Ersatzschl├╝ssel unter der Fu├čmatte oder im Blumentopf versteckt hat. Einen Schl├╝ssel nachmachen lassen ist generell immer eine gute Idee, um zumindest ohne gr├Â├čere M├╝he wieder in die eigene Wohnung zu gelangen. F├╝r viele Mieter stellt sich an dieser Stelle jedoch die Frage, wem sie denn eigentlich den Naschl├╝ssel ├╝berlassen sollen. Diese Frage hat viel mit dem Thema Vertrauen zu tun und sollte daher sehr genau ├╝berlegt sein.

Wer bekommt einen Ersatzschl├╝ssel

├ťblicherweise hinterlassen Mieter keinen Nachschl├╝ssel bei dem eigenen Vermieter. Allerdings gibt es auch viele Mietverh├Ąltnisse, die voller Vertrauen sind, so dass der Nachschl├╝ssel gerade dort besonders gut aufgehoben sein kann. Ansonsten besteht die M├Âglichkeit, bei einem Nachbarn im Nebenhaus oder einem Verwandten den Schl├╝ssel zu deponieren. Wichtig f├╝r den einzelnen Mieter ist sicherlich die Tatsache, dass man schnell an den Ersatzschl├╝ssel kommt. Denn nur dann ist auch wirklich garantiert, dass ohne viel Aufwand der Zutritt zur eigenen Wohnung gesichert ist.

Andere Alternativen sind oftmals kostspieliger

Wer nun keinen Ersatzschl├╝ssel bei einer Vertrauensperson hinterlegt hat, der wird feststellen, dass ihm letztlich nur der Anruf bei einem Schl├╝sseldienst bleibt. Dieser berechnet f├╝r sein T├Ątigkwerden allerdings eine Aufwandspauschale, die in aller Regel sofort nach ├ľffnen der Wohnungst├╝r an den Dienstleister entrichtet werden muss. Wenn alle Stricke rei├čen, stellt diese Option immer noch eine Alternative dar, um doch noch zur├╝ck in die eigene Wohnung zu gelangen.

Ungeziefer in der Mietwohnung

14. Juli 2012 Keine Kommentare

cc by fotopedia.com / Nicholas Hoizey

Ungeziefer in der eigenen Wohnung schadet der Gesundheit. Ein geringer Sch├Ądlingsbefall (z.B. Ameisen, Motten oder Silberfische) kann schnell mit haushalts├╝blichen Sch├Ądlingsbek├Ąmpfungsmitteln ├╝ber den Versandshop entgegengewirkt werden. Doch wenn die ├ťbelt├Ąter (z.B. Milben, Fl├Âhe) zu einer Plage werden, ist schnelles Handeln gefordert. Was ist in diesem Fall zu tun? Der Mieter muss den Vermieter umgehend schriftlich ├╝ber den genauen Zustand informieren. Der Vermieter erh├Ąlt in der Regel eine Frist von zwei Wochen, um den Mietmangel zu beheben.

Wann darf der Mieter die Miete mindern?

Ein Ungezieferbefall in einer Mietwohnung ist ein Mangel an der Mietsache. Kommt der Vermieter seiner Verpflichtung nicht nach, die Sch├Ądlinge innerhalb der gesetzten Frist zu entfernen, kann der Mieter seine Miete entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen mindern, bis die Wohnqualit├Ąt wieder hergestellt ist.

Wann haftet der Vermieter f├╝r die Sch├Ądlingsbek├Ąmpfung?

Die Kosten f├╝r die Beseitigung von Ungeziefer tr├Ągt immer der Vermieter, wenn es sich bei der Sch├Ądlingsbek├Ąmpfung um Instandhaltungs- bzw. M├Ąngelbeseitigungskosten aufgrund von baulichen M├Ąngeln handelt. Die Kosten darf der Vermieter in diesem Fall nicht auf die Mieter umlegen. Ist die Frist f├╝r die Ungezieferbeseitigung seitens des Vermieters abgelaufen, kann der Mieter eine Fachfirma selbst beauftragen und die Kosten dem Vermieter in Rechnung stellen.

Wann sind Kosten f├╝r die Sch├Ądlingsbek├Ąmpfung umlagef├Ąhig?

Aufwendungen f├╝r die Beseitigung von Sch├Ądlingen sind nur dann als Betriebskosten umlagef├Ąhig, wenn sie prophylaktisch, d.h. wiederholend und zum Nutzen f├╝r alle Mietparteien entstanden sind.

Wann tr├Ągt der Mieter die Kosten f├╝r die Sch├Ądlingsbeseitigung?

Grunds├Ątzlich ist der Mieter einer Wohnung daf├╝r verantwortlich, seine Wohnung in einem sauberen Zustand zu halten. Kommt der Mieter seiner Verpflichtung nicht nach, und ist der Mieter nachweislich der Verursacher f├╝r den Sch├Ądlingsbefall, muss der Mieter die Kosten f├╝r den Kammerj├Ąger selbst tragen.

Kann ich mir als Mieter einen Naturpool bauen?

26. Juni 2012 Keine Kommentare

cc by fotopedia / Joi Ito

Das Wort Naturpool ist neueren Ursprungs. Es wurde erstmals im Jahr 2000 gebraucht und bezeichnet eine Mischung zwischen einem Schwimmteich, einem Badegew├Ąsser mit nat├╝rlicher Uferzone, und einem Swimmingpool, einem Schwimmbecken mit chemischer Wasseraufbereitung. Beim Naturpool wird das Wasser durch biologische Vorg├Ąnge gereinigt.

Wie ist das Nutzungsrecht deklariert?
Die Frage, ob man als Mieter einen Naturpool anlegen kann oder nicht, ist nicht einfach mit Ja oder Nein zu beantworten, sondern h├Ąngt von den individuellen Umst├Ąnden ab. Es gibt sowohl Gerichtsurteile, die dem Mieter dieses Recht zusprechen, andere Urteile dagegen verweigern es. Bei der Beantwortung der Frage sollte man einige grunds├Ątzliche Dinge beachten. Zum Beispiel ist es wichtig, ob der Garten, in dem der Naturpool errichtet werden soll, dem Mieter zur alleinigen Nutzung ├╝berlassen ist oder ob er zur gemeinschaftlichen Nutzung f├╝r alle Mieter des Hauses vorgesehen ist.

Wie kann man sein Ziel erreichen?
Als erstes sollte man sich den Mietvertrag gr├╝ndlich durchlesen, besonders die Klauseln zur Gartennutzung. Um Konfrontationen und Probleme zu vermeiden, sollte man unbedingt vor Beginn der Bauma├čnahmen das Gespr├Ąch mit dem Vermieter suchen. Dabei wird man schnell erfahren, ob der Vermieter f├╝r oder gegen das Vorhaben ist. F├╝r einen Naturpool spricht zum Beispiel, das damit die Immobilie aufgewertet wird und eine hochwertige M├Âglichkeit der Freizeitgestaltung geschaffen wird. Dagegen spricht, dass eine solche Anlage fachm├Ąnnisch angelegt und gewartet werden muss, da sie sich sonst in einen ├╝bel riechenden T├╝mpel verwandeln kann. Die meisten Bedenken werden Vermieter jedoch in Bezug auf den Zustand des Gartens haben. Sie wollen fast immer, dass der Garten bei Auszug des Mieters in den urspr├╝nglichen Zustand zur├╝ckversetzt wird. Das Problem kann man jedoch l├Âsen, wenn man sich schriftlich zum sogenannten R├╝ckbau bei Auszug verpflichtet. Au├čerdem sollte man sich schriftlich verpflichten, alle laufende Kosten zur Unterhaltung des Naturpools zu ├╝bernehmen.

Lohnt sich eine solche Anlage ├╝berhaupt?
Grunds├Ątzlich gilt, dass man als Mieter nicht Eigent├╝mer des Pools ist. Man kann ihn zwar nutzen, muss ihn aber beim Auszug wieder r├╝ckbauen. Eine Ausnahme w├Ąre eventuell dann gegeben, wenn sich der Nachmieter schriftlich bereit erkl├Ąren w├╝rde, den Naturpool zu ├╝bernehmen. Der Vermieter muss damit ebenfalls einverstanden sein. Zu Bedenken sind auch die nicht unerheblichen Kosten. F├╝r einen Quadratmeter Poolfl├Ąche kann man zwischen 100 bis 500 Euro einkalkulieren. Besteht der Vermieter beim Auszug darauf, den Naturpool zur├╝ckzubauen, ist das Geld praktisch verloren. Am besten ist es, diese Fragen rechtzeitig zu kl├Ąren. Es macht keinen Sinn, auf Konfrontationskurs zu gehen und das Recht auf einen Naturpool vor Gericht erstreiten zu wollen. Damit w├╝rde das Verh├Ąltnis zwischen Mieter und Vermieter nur unn├Âtig belastet.

Was sollte man beim Naturpool beachten?
Ein Naturpool ist eine sch├Âne Sache und kann in der warmen Jahreszeit viel Freude breiten. wichtig ist jedoch, dass man sich schon im Vorfeld mit dem Vermieter einig wird, um Probleme zu vermeiden. Besonders wichtig ist es vorab zu kl├Ąren, was im Fall des Auszugs des Mieters geschehen soll. Man sollte sich auch dar├╝ber im Klaren sein, dass ein solcher Pool erhebliche Kosten/a> sowohl beim Bau als auch beim Unterhalt verursacht. Ideal ist es, wenn man sich einen solchen Pool im eigenen Garten anlegt.