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Artikel Tagged ‘Schimmel’

Auch bei Altbau: Vermieter muss Schimmel beseitigen

15. November 2011 Keine Kommentare
cc by flickr/ onnola

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Schimmel in den eigenen vier Wänden ist nicht nur eine unschöne Sache, sondern kann auch schnell gefährlich für die Gesundheit werden. Als Mieter kann man aufgrund eines solchen Mangels die Miete mindern und vom Vermieter die Beseitigung verlangen. Doch leider zeigen sich in diesem Fall nicht immer alle Vermieter einsichtig.

Nach einem Urteil des Amtsgerichts Berlin-Wedding, auf das die Zeitschrift das Grundeigentum hinweist, kann sich ein Vermieter auch nicht mit der BegrĂĽndung, dass es sich um einen Altbau handle, herausreden.

In dem konkreten Fall ging es um eine Wohnung in einem Altbau aus dem Jahr 1938. In der Küche hatte sich Schimmel gebildet. Der Mieter minderte daraufhin die Miete und verlangte vom Vermieter den Schimmel zu entfernen. Dieser weigerte sich jedoch und gab als Begründung an, dass es als das Haus gebaut wurde noch keine Regelungen für Wärme- und Feuchtigkeitsschutz gab. Dies habe zu baulichen Mängeln geführt.

Die Richter ließen dieses Argument nicht gelten. Zwar konnten an dem Gebäude bauliche Mängel nachgewiesen werden, doch könne man sich heutzutage bei einem Altbau nicht mehr auf den Zeitpunkt des Hausbaus berufen. Es handle sich um einen Mangel, den der Vermieter beheben muss, denn entscheidend sei der Zeitpunkt, an dem der Mietvertrag unterzeichnet wurde.

Gefährdung durch Schimmel: Mieter trägt Beweislast

21. Juni 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Infrogmation

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Schimmel in den eigenen vier Wänden sieht nicht nur unschön aus, sondern ist meist auch gesundheitsgefährdend. Daher hat der Mieter das Recht die Miete zu mindern, doch muss er hier laut einem Urteil des Kammergerichts Berlin die Gefährdung für seine Gesundheit beweisen sowie Art und Konzentration der Schimmelsporen nachweisen. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltverein hin.

In dem konkreten Fall ging es um den Mieter einer Gaststätte mit Pension. Der Keller und die Küche der Gaststätte waren großflächig mit Schimmel befallen. Da dies gesundheitsgefährdend sei und zudem die Krebserkrankung des Mieters mitverursacht habe, verweigerte dieser wiederholt die Mietzahlung. Der Vermieter sprach daraufhin die fristlose Kündigung aus.

Die Richter gaben dem Vermieter Recht, da die Begründung des Mieters zu pauschal sei. Er müsse konkrete Beweise bringen und genau aufzeigen, worin der Mangel bestehe, der den Gebrauch der Räumlichkeiten beeinträchtige.

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Schimmel: Vermieter muss fĂĽr Beseitigung sorgen

10. Mai 2011 Keine Kommentare
cc by wikimedia/ Infrogmation

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Wenn sich Schimmel in den eigenen vier Wänden bildet, ist dies nicht nur unschön, sondern kann auch schnell zu einem gesundheitlichen Risiko werden. Für die Beseitigung von Schimmel hat in der Regel der Vermieter zu sorgen. Dies gilt laut einem Urteil des Amtsgerichts Berlin-Mitte, auf das der Deutsche Anwaltverein hinweist, auch, wenn der Schimmel schon bei der Übernahme der Wohnung zu sehen war.

In dem konkreten Fall hatte ein Mieter schon bei der Begehung der Wohnung Schimmel entdeckt. Der Vermieter versicherte jedoch, dass die Quelle des Schimmels bereits beseitigt worden sei, es fehle nur noch der Anstrich. Daraufhin unterschrieb der Mieter den Mietvertrag, doch der Schimmel breitete sich in den folgenden Monaten weiter aus.

Der Vermieter weigerte sich jedoch für den Schaden aufzukommen, denn die Wohnung sei ja nach der Besichtigung so vom Mieter übernommen worden. Der Fall landete vor Gericht und der Mieter bekam Recht. Aus der Vereinbarung „ Die Wohnung wird wie besichtigt übernommen“ ließe sich nicht ableiten, dass man eine feuchte Wohnung vereinbart habe. Zudem kenne der Mieter die Ursachen für die Feuchtigkeit nicht, so dass er den Umfang des weiteren Problems nicht ermessen könne.