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Kann ich mir als Mieter einen Naturpool bauen?

26. Juni 2012 Keine Kommentare

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Das Wort Naturpool ist neueren Ursprungs. Es wurde erstmals im Jahr 2000 gebraucht und bezeichnet eine Mischung zwischen einem Schwimmteich, einem Badegewässer mit natürlicher Uferzone, und einem Swimmingpool, einem Schwimmbecken mit chemischer Wasseraufbereitung. Beim Naturpool wird das Wasser durch biologische Vorgänge gereinigt.

Wie ist das Nutzungsrecht deklariert?
Die Frage, ob man als Mieter einen Naturpool anlegen kann oder nicht, ist nicht einfach mit Ja oder Nein zu beantworten, sondern hängt von den individuellen Umständen ab. Es gibt sowohl Gerichtsurteile, die dem Mieter dieses Recht zusprechen, andere Urteile dagegen verweigern es. Bei der Beantwortung der Frage sollte man einige grundsätzliche Dinge beachten. Zum Beispiel ist es wichtig, ob der Garten, in dem der Naturpool errichtet werden soll, dem Mieter zur alleinigen Nutzung überlassen ist oder ob er zur gemeinschaftlichen Nutzung für alle Mieter des Hauses vorgesehen ist.

Wie kann man sein Ziel erreichen?
Als erstes sollte man sich den Mietvertrag gründlich durchlesen, besonders die Klauseln zur Gartennutzung. Um Konfrontationen und Probleme zu vermeiden, sollte man unbedingt vor Beginn der Baumaßnahmen das Gespräch mit dem Vermieter suchen. Dabei wird man schnell erfahren, ob der Vermieter für oder gegen das Vorhaben ist. Für einen Naturpool spricht zum Beispiel, das damit die Immobilie aufgewertet wird und eine hochwertige Möglichkeit der Freizeitgestaltung geschaffen wird. Dagegen spricht, dass eine solche Anlage fachmännisch angelegt und gewartet werden muss, da sie sich sonst in einen übel riechenden Tümpel verwandeln kann. Die meisten Bedenken werden Vermieter jedoch in Bezug auf den Zustand des Gartens haben. Sie wollen fast immer, dass der Garten bei Auszug des Mieters in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird. Das Problem kann man jedoch lösen, wenn man sich schriftlich zum sogenannten Rückbau bei Auszug verpflichtet. Außerdem sollte man sich schriftlich verpflichten, alle laufende Kosten zur Unterhaltung des Naturpools zu übernehmen.

Lohnt sich eine solche Anlage ĂĽberhaupt?
Grundsätzlich gilt, dass man als Mieter nicht Eigentümer des Pools ist. Man kann ihn zwar nutzen, muss ihn aber beim Auszug wieder rückbauen. Eine Ausnahme wäre eventuell dann gegeben, wenn sich der Nachmieter schriftlich bereit erklären würde, den Naturpool zu übernehmen. Der Vermieter muss damit ebenfalls einverstanden sein. Zu Bedenken sind auch die nicht unerheblichen Kosten. Für einen Quadratmeter Poolfläche kann man zwischen 100 bis 500 Euro einkalkulieren. Besteht der Vermieter beim Auszug darauf, den Naturpool zurückzubauen, ist das Geld praktisch verloren. Am besten ist es, diese Fragen rechtzeitig zu klären. Es macht keinen Sinn, auf Konfrontationskurs zu gehen und das Recht auf einen Naturpool vor Gericht erstreiten zu wollen. Damit würde das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter nur unnötig belastet.

Was sollte man beim Naturpool beachten?
Ein Naturpool ist eine schöne Sache und kann in der warmen Jahreszeit viel Freude breiten. wichtig ist jedoch, dass man sich schon im Vorfeld mit dem Vermieter einig wird, um Probleme zu vermeiden. Besonders wichtig ist es vorab zu klären, was im Fall des Auszugs des Mieters geschehen soll. Man sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass ein solcher Pool erhebliche Kosten/a> sowohl beim Bau als auch beim Unterhalt verursacht. Ideal ist es, wenn man sich einen solchen Pool im eigenen Garten anlegt.

Aquarium und Wasserbett: Was ist in Mietwohnungen zu beachten?

25. Mai 2012 Keine Kommentare

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Aquarien sind immer noch ein gern gesehenes Accessoire in Deutschlands Wohnzimmern. Wo die kleineren Aquarien bis 200 Liter noch als eher unproblematisch einzustufen sind, stellen den Aquarianer Becken ab 200- bis über 1200 Liter nicht nur vor statische Probleme, auch der Vermieter könnte unter Umständen das ein oder andere Problem mit dem liebgewonnen Hobby haben. Ähnlich verhält es sich mit Wasserbetten, die im Falle eines Bruchs der Wasserkammer erhebliche Schäden, nicht nur in der eigenen Wohnung, verursachen.

Egal ob Aquarium oder Wasserbetten, der Wasserinhalt solcher Einrichtungsgegenstände ist oft erheblich. Besonders gefährlich wird es dann, wenn man die enorme Belastung für den Deckenboden nicht genauestens kalkuliert. Aquarien bis 200 Liter Beckeninhalt sollten problemlos in jeder Wohnung aufgestellt werden können. Bei allem, was darüber hinausgeht, sollte man sich schon genaue Informationen über die Statik des Gebäudes einholen. Konkret stellt sich hier die Frage, aus welchem Material der Deckenboden, auf den das Aquarium oder auch Wasserbetten gestellt werden sollen, gefertigt wurde. Eine Holzdecke beispielsweise ist lang nicht so tragfähig wie eine massive Betondecke. Hierbei ist zu beachten, dass ein 300 Liter Aquarium die Bodendecke allein durch den Wasserinhalt mit 300 kg Gewicht belastet. Und das auf einer verhältnismäßig kleinen Fläche. Hinzu kommen das Leergewicht des Aquariums und eventuell Einrichtungsgegenstände, sodass sehr leicht ein Gewicht von 500 Kilogramm erreicht wird. Im Zweifelsfall empfiehlt sich stets die Rekrutierung eines Statikers, insbesondere bei Beckengrößen jenseits der 600 Liter. Auch Wasserbetten beinhalten in der Regel ein Volumen von 500 Litern und mehr, auch hier ist im Zweifelsfall ein Statiker mit der Begutachtung zu betrauen.

Bei den gerade erwähnten Literzahlen führt ein Defekt, sowohl beim Aquarium, als auch beim Wasserbett, zu erheblichen Schäden der Wohnung und zu gewaltigem Ärger mit dem Vermieter. Als Faustregel gilt zwar, Aquarien bis 200 Liter sind nicht zwangsläufig meldepflichtig, Sie sollten dem Vermieter jedoch aus Fairnessgründen im Vorfeld mitgeteilt werden, beziehungsweise eine Erlaubnis dafür einholen. Eventuelle Schäden am Aquarium oder am Wasserbett sollten mit einem ZUSATZ in der Hausrat bzw. Haftpflichtversicherung versichert werden. Viele Versicherungen bieten diesen Service bereits für wenig Geld zusätzlich an. Bei einigen Versicherungen ist ein Aquarium auch automatisch mit abgesichert, so lange wie es der Versicherung gemeldet wurde. Sollte tatsächlich ein Wasserschaden durch derartige Einrichtungsgegenstände hervorgerufen werden, so ist der Mieter alleine für die Beseitigung dieser Schäden verantwortlich, und dies kann schnell sehr teuer werden.